Feuer und Flamme fürs Ehrenamt

Die Stadtfeuerwehr Weiz feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Jubiläum. Im Jänner 1872 findet die erste Gründungssitzung statt. 1972 begeht sie in Verbindung mit dem Steirischen Landesfeuerwehrtag das 100-jährige Gründungsfest.

Feuerwehr und die Stadt Weiz

Von der Erbauung des ersten Rüsthauses 1912 bis zum hochmodernen Feuerwehrzentrum in der Florianigasse ist es ein ereignisreicher Entwicklungsweg. Seit jeher wird die Feuerwehr durch die Politiker:innen und Unternehmer:innen der Stadt Weiz getragen und gefördert. Geändert haben sich die Ausrüstung und die technischen Voraussetzungen.

Kommandant Sellinschegg 1972:Die Wehr Weiz ist eine technisch vorzüglich ausgestattete Feuerwehr, die für verschiedene Einsätze herangezogen werden kann.“ 50 Jahre später ist das ganz genauso!

Feuerwehr und Frauen

Als die Feuerwehr der Stadt Weiz 1972 das 100-jährige Jubiläum feiert, gibt es noch ein Gruppenbild ohne Dame und auch in der Mitgliederliste findet sich keine Feuerwehrkameradin. In der Chronik gibt es Hinweise, dass Frauen insbesondere in Krisensituationen wesentliche Feuerwehrarbeit übernehmen. Im Bereich der Alarmierung und im Funkdienst werden Frauen schon seit den 1950ern eingesetzt. Aktuell sind 11 Frauen und Mädchen in unterschiedlichen Diensträngen tätig.

Feuerwehr und Ehrenamt

Beinahe die Hälfte aller Steirer:innen engagieren sich ehrenamtlich Diese freiwillig geleistete Arbeit stellt neben einem hohen gesellschaftlichen Wert auch einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor dar. In Österreich werden mit diesem ehrenamtlichen Engagement in einem Jahr etwa 10 Milliarden Euro an Wertschöpfung generiert.

Ich bin stolz in einer Stadt zu leben, in der das Ehrenamt eine Ehre ist und unsere Blaulichtfamilie so gut funktioniert!

Ihre VBgmin. Monika Langs

Leben für und mit Generationen

Wer von uns möchte schon im Alter eine Last für seine Familie sein und wie viele von uns leben ganz allein in einem Singlehaushalt. Traditionelle Modelle mit familiärer Fürsorge und gemeinsames Älterwerden haben mittlerweile Seltenheitswert. Deshalb müssen neue Formen des Zusammenlebens realisiert werden.

Zusammenleben unseren Bedürfnissen anpassen

Die Antwort können moderne Modelle sein, die so lange als möglich eine eigenständige Lebenssituation erlauben. Diese Modelle verbinden Eigentums- und Mietwohnungen mit Betreutem Wohnen, einer Tagesstätte sowie einem Pflegestützpunkt. Damit ist ein hoher Grad an Autonomie bis ins hohe Alter erzielbar. Unterstützend wirkt dabei auch, dass alle Generationen miteinander und nebeneinander leben können. Der Anspruch der Nachhaltigkeit wird durch Versorgung mit Photovoltaik und Fernwärme erfüllt.

Zusammenleben neu realisieren

Nachdem wir die Pflegesituation aufgrund der Finanzierbarkeit grundsätzlich neu denken müssen, muss auch über moderne und innovative Modelle unseres Zusammenlebens über alle Generationen hinweg nachgedacht werden. Dass das funktionieren kann zeigen nicht nur Beispiele aus ganz Österreich – auch unsere Partnerstadt Offenburg hat sich damit in einem EU-Projekt beschäftigt.

Stadt mit goldenem Dach

1560 stellt Kaiser Ferdinand I dem Markt Weiz einen Wappenbrief aus. Darin ist das Stadtwappen detailliert mit der zur Wehrkirche umgebauten Taborkirche festgehalten.

Dach aus Gold

Durch die Fusion mit der Gemeinde Krottendorf verlieren 2015 beide Gemeinden das hoheitliche Recht ein Wappen zu führen. Erst durch den Beschluss des Steiermärkischen Landtags am 2. Juni 2016 erlangt die neu gegründete Stadtgemeinde Weiz ein verbrieftes Wappenrecht. Das Wappenbild der Wehrkirche bleibt dabei erhalten, aber die Farbgebung wird den heraldischen Vorgaben angepasst. Die roten Dachziegel sind vergoldet und im blauen Schild mit grünem Schildfuß ist ein silbrig blauer Fluss mit einer verbindenden Brücke dargestellt.

Dach mit Energie

Österreich hat sich dazu bekannt seinen Strombedarf bis 2030 zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Fotovoltaikanlagen auf allen Dächern und ein Windrad vor jedem Ort – sieht so unser Alltag im Jahr 2030 aus, damit sich das zu 100% ausgeht? Das nutzbare Potenzial auf Dachflächen in Weiz entspricht laut einer Studie durch die TU Graz dem Wert des Jahresverbrauchs einer österreichischen Kleinstadt. Daher sind die aktuell verfügbaren Dachflächen den unversiegelten Freiflächen, die als Überbrückungsmöglichkeit wichtig sind, vorzuziehen. Gold ist nicht nur auf unserem Stadtwappen, es befindet sich auch auf unseren Dächern.

Dachte ich mir

Bei all diesen technischen Möglichkeiten muss gleichzeitig darüber nachgedacht werden, dass der Bedarf nicht immer nur steigen darf. Systeme und Prozesse müssen innovativ gedacht werden, wobei Entwicklungen, die den Energiebedarf senken, primär gefördert werden müssen.

Wir müssen Gold in die Hand nehmen, um klug und bedacht in unsere gemeinsame Zukunft zu investieren.

Ihre VBgmin Monika Langs

Monika Langs
Vizebürgermeisterin der Stadt Weiz
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