Weiz mit KlimaHerbst

2050 werden 80% der Menschen in Städten leben – 3/4 des CO2-Ausstoßes ist den Städten zuzuordnen. Deshalb ist die Einbindung der Bürger:innen in den Prozess zur Eindämmung des Klimawandels wegweisend. Der Schutz des Klimas und der Umwelt ist eine Aufgabe, die wir als Gesellschaft zusammen lösen müssen.

KlimaRat

Mitte Jänner 2022 tagte erstmals der Klimarat mit 84 zufällig ausgewählten Bürger:innen , die unsere Bevölkerung gut repräsentieren. An 6 Wochenenden wurden in den Handlungsfeldern Energie, Konsum/Produktion, Ernährung/Landnutzung, Wohnen sowie Mobilität 100 Empfehlungen entwickelt. Diese liegen seit Juni unter Klimarat der Bürgerinnen und Bürger. Klimaneutralität bis 2040: Die Empfehlungen vor. Der Bericht belegt, dass Bürger:innen den Staat zwar in der Pflicht sehen, aber auch selbst bereit sind ihr Verhalten zu ändern und signalisieren gleichzeitig ihre Komfortzone verlassen zu wollen. Unser Klimarat empfiehlt beispielhaft u.a. Green Investments fördern, Gratis Öffi-Tickets vergeben, Denkmalschutz klimagerecht, verpflichtende Baumpflanzung (öffentlicher Raum), Klimaschutz in allen Bildungsstufen, Bestand sanieren/nachverdichten, Energiegewinnung aus Bioabfällen, Flächenwidmung auf Regionsebene oder Kreislaufwirtschaft fördern.

KlimaBürger:innen

„Unsere Zusammenarbeit mit den Bürger:innen hat […] einen neuen Weg gezeigt, wie wir zu tragfähigen, ausgewogenen und weitreichenden Entscheidungen beitragen können.“

Eine institutionelle Bürger:innenbeteiligung, die Maßnahmen von Bürger:innen für Bürger:innen erarbeitet, ist daher nicht nur ein Gewinn, sondern muss selbstverständlich werden.

Klimaneutralität ist eine fraktionsübergreifende Aufgabe und kann nur gemeinsam gelingen. Leben wir Klimaschutz und setzen wir gemeinsam um!

Ihre VBgmin Monika Langs

Weiz am Zug – seit 1889

Die weite Welt ist am 28. Juli 1889 mit der Eröffnung der Bahnstrecke Weiz- Gleisdorf nach Weiz gekommen. Ein entscheidender Schritt, der in unserer Marktchronik als wichtiger Wendepunkt für die gesamte Weiterentwicklung der Region beschrieben wird.

Zug damals

Die Realisierung der Eisenbahnlinie Weiz-Gleisdorf wurde als Zeichen für die zunehmende Bedeutung von Weiz als regionales Zentrum gewertet. Obwohl zu diesem Zeitpunkt die Eisenbahn als starke Konkurrenz zu den Fuhrwerken angesehen wurde, ist die Eröffnung des Bahnhofs Weiz und das Verreisen mit dem Zug von der Bevölkerung als Bereicherung und als Fortschritt begrüßt worden. Historische Aufzeichnungen berichten von ausgelassenen Feierlichkeiten, die der damals herrschenden Gründerstimmung ganz entsprochen haben.

Zug heute

Die Stadt Weiz hat nun diese Zugverbindung mit den Haltestellen Weiz-Mitte und Weiz-Nord im Zuge der Errichtung der ODF Weiz verlängert. Integrieren wir Weizer:innen jetzt offen und tolerant den Schienenverkehr in unseren öffentlichen Stadtverkehr. Denken Sie dabei auch an den Lokführer, der nicht nur an die Schiene, sondern gleichzeitig an Sicherheitsvorschriften gebunden ist und nicht so flexibel wie die übrigen Verkehrsteilnehmer reagieren kann und darf.

Zug in die Zukunft

Aktuell arbeiten wir als Stadt Weiz daran, die finanziellen Bedingungen für die Nutzung unserer Weizer-Stadtbahn zu verbessern. Damit soll es Ihnen noch leichter fallen, dieses Verkehrsmittel in Ihren städtischen Alltag einzubauen und den Zug als Bereicherung zu erleben. Erfreuen Sie sich – wie die Menschen 1889 – an der zusätzlich gewonnenen Mobilitätsmöglichkeit und steigen Sie öfter ein und um.

Ich wünsche Ihnen liebe Weizer:innen einen interessanten Sommer- und bleiben Sie am ZUG!

Ihre VBgmin. Monika Langs

Weil Kinder unsere Zukunft sind

Seit 1462 besteht nachweislich die Pfarrschule am Weizberg. Gleichzeitig lehren Winkelschulmeister die Weizer Kinder gegen einige Kreuzer Lesen und Schreiben. Über 200 Jahre später wird im alten Rathaus die Marktschule Weiz mit einem Schulmeister eingerichtet. 1774 regelt der Erlass des theresianischen Schulpatentes die Schulpflicht, die Schulsprengel und die grundlegende Ausbildung von Pädagog:innen.

Zukunft – Familien

Bildung beginnt nicht erst in der Schule. Die ersten Lebensjahre prägen unsere Werte, unsere Talente und unsere Persönlichkeit. Da erfüllen Familien eine entscheidende Aufgabe. Die aktuelle wirtschaftliche Situation führt dazu, dass oft beide Elternteile erwerbstätig sind. Da ist der Wunsch nach fördernder und talentorientierter Kinderbildung sowie einer leistbaren Kinderbetreuung mehr als nachvollziehbar.

Zukunft – Gemeinden

Die Stadt Weiz zeichnet für alle ihre Kindergärten, Kinderkrippen und Pflichtschulen als Schulerhalter verantwortlich. Das ist eine wichtige und fordernde kommunale Kernaufgabe. Pädagogische Fachkräfte sind Mangelware und auch der Kompetenzen-Dschungel zwischen Bund, Land und Gemeinden verstärkt diese schwierige Situation. Es ist Aufgabe der Politik mit gemeinsamer Kraftanstrengung über alle Parteigrenzen hinweg Lösungen zu finden, um aus dem Dilemma von überlasteten Pädagog:innen, geforderten Gemeinden und belasteten Familien herauszufinden. Die Attraktivierung der pädagogischen Berufe ist nur ein Lösungsbaustein.

Unsere Zukunft

Durch das starke Eingreifen in die Natur ist vermehrt mit Krisen und massiven Veränderungen zu rechnen. Unsere gemeinsame Zukunft braucht daher gut ausgebildete und talentgeförderte Menschen – das muss uns jeden Euro wert sein!

Ihre VBgmin Dipl-Wirtschafting (FH) Monika Langs, M.Sc.

Monika Langs
Vizebürgermeisterin der Stadt Weiz
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