Weiz hat gute Gründe

Die Stadt Weiz ist in der ausgewählten Situation viele gute Gründe zu haben. Die Stadt besitzt im Rahmen der Wirtschaftsentwicklung gute Gründe (= Boden), die Betriebsansiedelungen und Betriebserweiterung möglich machen. Zum anderen hat die Stadt Weiz auch viele gute Gründe (= Motive), um Landschaft zu schützen.

Mit dem „unter Schutz Stellen“ der Augsten-Wiese und Teile des Augsten-Waldes ist es nun gelungen eine grüne Oase abzusichern. Damit steht uns ein Naherholungsgebiet zur Verfügung, das fußläufig erreichbar ist. Diese Erreichbarkeit wird mit dem Lückenschluss des Radweges von Mortantsch nach Weiz noch verbessert werden. Gemeinsam mit dem Garten der Generationen kann diese Grüne Achse nun der Impuls zur Weiterentwicklung des Grünraumes mit den Gebieten in Unteraichen, Nöstl, Farcha und Preding sein.

Entscheidend dabei ist es die richtige und gesunde Balance zu finden. Die angesiedelten Unternehmen sichern regionale Arbeitsplätze und Kommunalsteuer und gleichzeitig sichern geschützte Landschaftsräume unsere Lebensqualität ab.

Um den Referenten für Ländlichen Raum – Engelbert Hierzer – zu dieser Thematik zu zitieren: „Naturschutz ist Menschenschutz!“

WEITERFÜHRENDE INFORMATION Augsten-Wiese wird zum „Geschützten Landschaftsteil“ unter https://www.weiz.at/app/news/225200349/1759/1

Umsteigen und Einsteigen – KlimaTicket Steiermark

Die Stadt Weiz hat zur Attraktivierung der Lebensqualität eine Zugverbindung bis Weiz-Nord in das Stadtgebiet integriert. Aber Mobilität der Zukunft muss nicht nur funktionieren, sie muss auch erschwinglich sein.

Warum ein Umstieg?

Das KlimaTicket Steiermark ist ein wesentlicher und konsequenter Schritt, um unser Mobilitätsverhalten zur Erreichung der vereinbarten Klimaziele zu unterstützen. Damit öffentliche Verkehrsmittel stärker genutzt werden können und der Umstieg vom Auto auf die Öffis gelingt, gibt es ab Beginn des nächsten Jahres ein leistbares und Steiermark weit geltendes Ticket. Stammkund:innen sollen in ihrem Mobilitätsverhalten bestärkt und neue Fahrgäste zum Um- und Einsteigen bewegt werden.

Was kostet das KlimaTicket?

Das personalisierte KlimaTicket kostet für ein Jahr €588. Das sind pro Monat €49 oder €1,60/Tag. Für Senior:innen ab dem vollendeten 65. Lebensjahr gibt es eine um 25% ermäßigte Variante. Eine übertragbare Version des Tickets kann von mehreren Personen benützt werden und kostet €688. Diese Möglichkeit kommt vor allem Betrieben zugute, die ihre Mitarbeiter:innen bei der Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel für dienstliche und private Wege unterstützen wollen. Auf der Fahrstrecke Weiz-Graz kostet die Jahreskarte aktuell €1.094. Bei Umstieg auf das KlimaTicket Steiermark beträgt die Ersparnis beinahe 50%.

Wo gilt das KlimaTicket Steiermark?

Ab 1. Jänner 2022 ist es mit dem KlimaTicket Steiermark möglich im gesamten steirischen Verkehrsverbundgebiet mit Zügen, Bussen und Straßenbahnen unterwegs zu sein.

Ich schlage deshalb vor, dass die Stadt Weiz jedes KlimaTicket der Weizer:innen anteilig fördert, um zu unterstreichen, dass dieser Mobilitätsumstieg einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leistet.

Intakte Ökosysteme sichern Trinkwasser

Regenwasser muss zuerst unter die Erde bevor es als Trinkwasser genutzt werden kann. Das Bodensubstrat reinigt es und Mikroorganismen regenerieren das Regenwasser. Ein lebendiger und ein im Gleichgewicht befindlicher Boden ist deshalb die Basis für eine funktionierende Wasserreinigung.

Bodenversiegelung erschwert den Abfluss und behindert den notwendigen Filtervorgang. Dazu kommen aufgeheizte Oberflächen, die den Kleinlebewesen im Boden das Leben im wahrsten Sinne des Wortes schwer machen.

Gleichzeitig findet ein Wasseraustausch zwischen Grundwasser und fließenden Gewässern statt. Flüsse transportieren häufig zu viele Nährstoffe und/oder fließen aufgrund befestigter Ufer zu schnell. Algen, Bakterien und Pilze können in diesem Wasserreinigungsprozess nicht ausreichend wirksam arbeiten. Eine geeignete Ufervegetation sichert die Idealtemperatur unter der dieser Reinigungsprozess optimal funktionieren kann.

Die Klimaveränderung – begleitet von Hitzewellen, Dürre und Starkregen mit Überschwemmungen – zeigt auf, dass Flüsse, Seen sowie Quelleinzugs – und Feuchtregionen eine wichtige Rolle bei der Absicherung des steigenden Trinkwasserbedarfs spielen.

Ökosysteme, die Wasser reinigen und speichern, sind daher nicht nur noch besser zu schützen, sondern sie sind für die Kategorien Verbauung, Abfallwirtschaft, Umweltwechselwirkung sowie Nachhaltigkeit neu zu bewerten.

Gedankensplitter – Überlegen Sie einmal wofür Sie wertvolles Trinkwasser verwenden. Ich bin sicher, dass Ihnen die eine oder andere kreative und umsetzbare Alternative dabei in den Sinn kommt.

Monika Langs
Vizebürgermeisterin der Stadt Weiz
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