Für immer jung

Bob Dylan: Forever young (Text and Music)

Di soll´s gebn solangs die Welt gibt und die Welt solls immer gebn ohne Angst und ohne Dummheit ohne Hochmut sollst du leb´n.

Zu de Wunder und zur Seligkeit is dann nur a Katzensprung und wann du wülst bleibst immer jung.
Für immer jung
Für immer jung
wann Du wülst, bleibst immer jung.

Du sollst wochsn bis in Himmel wo Du bist soll Himmel sein
Du sollst Wahrheit redn und Wahrheit tun – Du sollst verzeihn.

Wannst Vertraun hast in die sölba, dann brauchst ka Versicherung
und du bleibst – für immer jung.

Für immer jung …

Du sollst nie aufhörn zum lernen, arbeit mit der Phantasie
wanns d dei Glück gerecht behandelst, dann valaßts di nie
du sollst vor Liebe brennen und vor Begeisterung!
Weu dann bleibst für immer jung.

Für immer jung
Für immer jung
wann Du wülst
bleibst immer jung.

W.Ambros, A. Heller (Deutscher Text)

Wenn der Verkehr stockt – dann braucht es geistige Mobilität

Bewegung beginnt im Kopf, denn die Technik ist dafür längst bereit. Wer Mobilität besser machen möchte, muss die Menschen verstehen wollen, agil sein und aus Fehlern lernen.

Der Gewinn an Lebensqualität muss das Ziel von modernen Mobilitätskonzepten sein, damit ein Umdenken/Umsteigen auch tatsächlich stattfindet. Eine entscheidende Rolle dabei spielt das Erfüllen der Bedürfnisse nach Flexibilität, Komfort, Bequemlichkeit, Qualität und maximaler Beweglichkeit – und es ist keine Frage der Moral oder der Erziehung.

Bequem, komfortabel und frei

Mobilität soll gut und selbstverständlich möglich sein. Bewegung muss wie von selbst laufen – fugenlose Übergänge sind Standard. Unterschiedliche Verkehrsmittel stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen sich im Gesamtangebot. Die Digitalisierung ist Unterstützung, um die Nutzung problemlos zu gestalten und Bewegungsfreiheit zuzulassen.

Mobilität – Verkehr

Verkehr – also die realisierte Mobilität – ist von einer Stadt/Gemeinde als Teil der Grundversorgung zu bewerten. Gemeinsam mit Handel, Hotellerie, Arbeitgebern, Handwerk, Immobilienentwicklern, Zulieferern und den Bewohnern selbst sorgfältig innovative und individuelle Konzepte entwickeln – so kann Verkehr erträglich und menschengerecht gestaltet werden. Prioritäten sind so zu setzen, wie sie von den Menschen, die diese Verkehrswege nutzen, auch gebraucht werden.

Was ist notwendig?

Die Zugänge zu den Mobilitätswegen müssen einfach sein, notwendige Informationen akkurat und zuverlässig. Mobilität hat nichts mit dem Verkehrsmittel an sich zu tun, vielmehr mit Qualität, Verfügbarkeit, Zugangsmöglichkeit, Sicherheit und Komfort. In Zeiten der Veränderung geht es darum starre Systeme aufzulösen und durch geeignetere zu ersetzen. Gelebte Qualität in der Verkehrsplanung ist die Chance zur Veränderungsfähigkeit, der gebotene Komfort ist Fortschritt und die damit mögliche Flexibilität kann durchaus das Verkehrsverhalten optimieren.

Lesen macht mehr aus Dir

1913 – Der Sommer des Jahrhunderts von Florian Illies

JUNI Das ist der Monat, in dem klar wird, dass es nie zu einem Krieg kommen kann. Georg Trakl sucht seine Schwester und Erlösung vor der Verdammnis, Thomas Mann nur seine Ruhe. Franz Kafka stellt eine Art Heiratsantrag, der schief geht. … Henkell Trocken feiert die deutsch-französische Freundschaft.

Das Jahr 2013 war – für sich alleine betrachtet – ein Jahr voller Veränderungen, Versprechen, Ideen und Visionen. Ein Brückenjahr zwischen den Epochen geprägt durch das Aufeinandertreffen von alten Ritualen und progressiven Ideen. Der alte Kaiser residiert in seinem Schönbrunn, Erzherzog Franz Ferdinand rast in seinem Wagen durch die Stadt. Hitler, Trotzki, Tito und Stalin sind zur selben Zeit in Wien und man mag sich vorstellen, wie sie einander – unbekannterweise – trafen, vielleicht sogar höflich grüßten und weiter in ihre von Blut durchtränkte Zukunft gingen. In der Psychoanalyse fordert C.G. Jung seinen Lehrer Sigmund Freud heraus.

Florian Illies schreibt über die Ereignisse an vielen einzelnen Tagen des Jahres 1913. Dabei werden Verbindungen und zeitgleiche Geschehnisse sichtbar, die man bisher wohl noch nicht in Beziehung gesehen hatte. Was passierte an einen bestimmten Tag des Jahres in der Kultur, in der Politik, in Wien, in Prag, oder aber in Berlin.

Literarisch fügt diese Chronik, unzählige Details und viel Unbekanntes zu einem lebendigen und fassbaren Bild über das Leben im Jahr 1913 zusammen. – ein besonderes Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem strahlenden Anfang das Ahnen des Verfalles inne. Literatur, Kunst und auch Musik wussten schon 1913, dass die Menschheit ihre Unschuld verloren hatte.

Trotz dieser Fülle an Fakten liest sich das Buch leicht, und es ist dabei nicht nur sehr unterhaltsam, sondern erzählt gleichsam nebenbei ein virtuos komponiertes historisches Jahresportrait.

1913 Der Sommer des Jahrhunderts ISBN 978-3-596-52053-4 Fischer Taschenbuch

Monika Langs
Vizebürgermeisterin der Stadt Weiz
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