www.leben – wie wollen wir leben

Im Moment wird soviel Gewissheit über den Haufen geworfen, aber wir bemerken : Gemeinsam können wir stärker sein. Dennoch wer ist WIR und wollen WIR alle das gleiche -und ist Stärke das, worum es geht?

In der Zukunft – da wird alles besser. Die Zukunft erscheint strahlend und als Paradies. Daher werden die Herausforderungen, Probleme und Entscheidungen dorthin vertagt. Aber kann die Zukunft beeinflusst werden, ohne sich mit dem Jetzt auseinanderzusetzen und dabei eine ehrliche Ist-Bilanz zu ziehen. Für die Vision der attraktiven Zukunft braucht es eine ungeschönte Re-Vision, die die Zusammenhänge und die Wechselwirkungen erkennt.

Sind wir frei im Denken und Handeln wie wir glauben? Vermutlich sollten wir uns keine allzu großen Illusionen machen. Werbung, Wirtschaft, Parteien, Glaubensgemeinschaften bis hin zu den Sozialen Netzwerken -sie alle haben Antworten bereit, wie wir zu leben haben. Denn ein so selbst bestimmtes Leben ist anstrengend. Ein Leben mit persönlichen Zielen, Selbst- und Eigenverantwortung braucht Zeit zum Innehalten, für Recherche abseits vom Mainstream, aber auch Raum für Gespräche mit Andersdenkenden.

Eine Demokratie lebt vom WIR des Miteinanders. Das Ziel ist nicht die Gleichförmigkeit, sondern die Vielfalt! Das demokratische Leben besteht aus einer offenen Gesellschaft, die mit und trotz der Unterschiede miteinander auskommt. Ergebnisse sind offen, wobei Positionen und Interessen immer wieder neu ausgelotet und bewertet werden müssen.

Corona bringt vieles auf den Punkt und zeigt Schwachstellen Defizite im Bereich Mobilität, Digitalisierung und Selbstorganisation, aber auch in unserer Arbeitskultur und an unseren Bildungsorten werden erlebbar. Die starke Polarität von Individuum und Gesellschaft greift immer mehr um sich.

Zeit und Chance zur Neu-Ausrichtung. Die Zutaten für eine bessere Welt, eine lebenswerte Zukunft, auf dieser einen Welt kennen wir. Die Industriellen Vereinigung publiziert auf ihrer Website: „Soziale Stabilität und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind das Fundament für ein funktionierendes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem, Zukunftsfähigkeit, Wachstum und nachhaltige Entwicklung.“ Weiterführendes auch hier.

Machen wir uns gemeinsam auf den Weg! Es liegt an uns, die Zuversicht mit den Sehnsüchten und Hoffnungen einer vielfältigen realen Gesellschaft zu unserer Leitkultur zu machen.

Lesen macht mehr aus Dir

Der Preis der Macht

Gabi Burgstaller Brigitte Ederer Benita Ferrero-Waldner Waltraud Klasnic Ulrike Lunacek Maria Rauch-Kallat Susanne Riess Heide Schmidt

Acht Frauen der österreichischen Spitzenpolitik erzählen über Oberflächlichkeiten, Kränkungen und Enttäuschungen. Sie erzählen aber auch wie Frauen in der politischen Arbeit kämpfen, sich beweisen und sich anstrengen müssen.

Aus den unterschiedlichen Lebensentwürfen heraus sprechen diese Politikerinnen in den von Lou Lorenz-Dittlbacher empathisch geführten Interviews über Selbstzweifel, Emotionen, Familie, Siege und Niederlagen und das Leben abseits der Spitzenpolitik.

Für mich ist das ein wirklich gut zu lesendes Buch, das auch gleichzeitig durch die ausgesprochen persönlichen Einsichten, die diese Politikerinnen erlauben, zeitgeschichtlichen Geschehnissen der österreichischen Politik eine neue Facette hinzufügt.

Der Preis der Macht von Lou Lorenz-Dittlbacher -Residenzverlag- ISBN978 3 7017 3464 1

Carpe diem – Durchstarten statt Drüberretten!

Dieses Zitat von Horaz begleitet mich schon seit meiner Latein-Matura. Ich sollte mit knapp 20 Jahren die Worte „Carpe diem“, die wörtlich übersetzt so viel wie „Pflücke den Tag“ bedeuten, interpretieren. Ehrlich gesagt, weiß ich heute den Inhalt meiner Interpretation nicht mehr, aber damals war ich genau im richtigen Alter den Tag zu „pflücken“ und ich konnte daher diese Aufgabe gut lösen. Die Zeiten waren sicher, ich konnte mich verlassen und unsere Systeme funktionierten wie geplant.

Heute beschäftigt mich dieser Satz wieder, denn worauf kann ich morgen vertrauen und soll ich heute den Tag in der Hoffnung auf ein besseres Morgen einfach verstreichen lassen – und was haben der Wetterbericht und mein Terminkalender miteinander zu tun?

Ja richtig, beide sind nur eine Prognose – eine mögliche und wahrscheinliche Vorhersage der Zukunft. Die Termine sind im Kalender eingetragen, dennoch ist das was in der nächsten Woche stattfinden soll, nicht ganz so sicher und muss flexibel gestaltet sein.

Nichts wird wieder so sein, wie es vor dem März 2020 war. Dieses Corona-Virus hat unsere so geordnete Welt mit ihren scheinbar verlässlichen Systemen ganz schön auf den Kopf gestellt. Aber es ist eine Chance für uns alle.

Ist es nicht auch interessant, wieviel sich im Moment bewegt und bewegen muss?! Ganz neue Bedürfnisse und Notwendigkeiten werden uns gerade bewusst – Kontakte, Kultur, Kreativität, Kinder, Kirche, Können, Kochen, Kunst, Kernkompetenz, Kollektiv, Klima, ….

Also, wenn unser Leben gerade so unberechenbar verläuft, worauf sollen wir vertrauen? Vertrauen wir auf uns selbst mit unserer persönlichen Energie, mit unseren unterschiedlichen Fähigkeiten und Kompetenzen! Nehmen wir diese Aufgabe mit all ihren anstrengenden Begleiterscheinungen an, denken wir gemeinsam und arbeiten wir zusammen an den Lösungen.

Ich nehme diese Herausforderung an, denn wir haben kein schlechtes Leben und auch schon einen Teil der richtigen Ausrüstung dafür.

Leben wir im Jetzt und gestalten wir aktiv unsere Zukunft. Jeder Tag hat unseren bestmöglichen Einsatz verdient!

Carpe diem!

Monika Langs
Vizebürgermeisterin der Stadt Weiz
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