Unsere Schwestern von gestern

Hedwig Dohm – eine Frau mit Charakter, Persönlichkeit und scharfem Verstand

So berühmt die 1831 geborene Schriftstellerin Hedwig Dohm für ihre brillante Feder, ihre polarisierenden Ansichten und ihre frische Sprache war – heute kennt kaum mehr jemand eine der bedeutendsten Vordenkerinnen der Frauenbewegung.

Hedwig Dohm gilt als Vertreterin des radikalen Flügel der historischen Frauenbewegung. Aber in den 1870ern, als sich die deutsche Frauenbewegung auf das Verfassen von vorsichtigen Resolutionen hinter verschlossen Türen beschränkt, erzeugt eine Frau, die sich kein Blatt vor den Mund nimmt, selbst in diesen Kreisen Unruhe und Unbehagen. Weiterführendes dazu auch hier!

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts schreibt sie offen über Gleichstellung von Mann und Frau, Mutterschaft und Kindererziehung, Aber auch Eherecht, die Rolle alter Frauen in der Gesellschaft, Frauenwahlrecht sowie Frauenstudium sind ihre Themen. Hedwig Dohm hört zeitlebens nicht auf Fragen aus weiblicher Sicht zu stellen. Voller Energie verfasst sie mit 70 Jahren einen exzellenten Artikel über die unterschiedlichen Spielarten männlicher Macht. Ironie, eleganter Humor, scharfe Analyse und gekonnte Rhetorik zeichnen ihre Werke maßgeblich aus.

Erleben durfte Hedwig Dohm die gesetzliche Zulassung von Frauen an deutschen Universitäten. Im November 1918 – ein halbes Jahr vor ihrem Tod – wird in Deutschland das Wahlrecht für Frauen verkündet.

„Glaube nicht, es muss so sein, weil es so ist und immer so war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten!“ (H. Dohm) – Ein Zitat, das mich persönlich in der politischen Arbeit bestärkt.

Das literarische Erbe von Hedwig Dohm belegt, wie weit unsere Schwestern von gestern in Fragen der ungleichen Chancen oder der finanziellen Unabhängigkeit von Frauen schon waren. Dennoch –

„Man kommt sich auf dem Gebiet der Frauenfrage immer wie ein Wiederkäuer vor. Das liegt an der Taktik der Gegner.“ (H. Dohm)

Rezepte gegen die Negativspirale

Optimismus und die damit verbunden Handlungen verlieren exponentiell an Kraft und Wirkung. Studien belegen, dass im Lockdown unser Wohlbefinden massiv sinkt. Unsere physische und psychische Widerstandskraft schwächelt, der Alkohol- und der Tablettenkonsum nimmt zu. Damit wird eine Negativspirale mit nicht abschätzbaren Folgen für unsere Gesellschaft in Gang gesetzt. Im Moment sind wir in einer Phase der Krise angelangt, in der unser persönlicher Schutzschirm ziemlich durchlässig und brüchig geworden ist. Es schleicht sich eine körperliche, emotionale und geistige Müdigkeit ein und viele von uns bemerken diesen Energieverlust deutlich.

Entspannung braucht Abwechslung

Gesundheitspsycholog*innen haben festgestellt, dass Personen, die immer das Gleiche tun, sich in der Freizeit nicht mehr erholen. In Lockdown-Zeiten sind Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten nicht nur eingeschränkt, sondern auch meist immer die gleichen. Zum Entspannen benötigt unser Gehirn Abwechslung und neue Impulse. Beruflich und privat bewegen wir uns aber meist auf den gleichen und vertrauten Plattformen. Die Vermischung von Homeoffice und Freizeit verlangt daher nach einer guten Organisation, um mit echten Pausen auch die gewünschte Wirkung zu erzielen. Unter dem Aspekt unserer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lage brauchen wir dringend unsere Innovationskraft und unsere Kreativität – nicht zuletzt für die Herausforderungen des Klimawandels und der Digitalisierung.

Wie können wir dieser Situation entgegenwirken?

Es braucht ganz neue Perspektiven und Kreativitätsimpulse um unsere ermatteten Denkprozesse aufzufrischen. Es beginnt mit kleinen Schritten. Sammeln wir einfache Wohlfühlmomente (Duft einer Orange, Lieblingsmusikstück in Lieblingslautstärke, …), legen wir eine Handyfreie-Zeit am Tag fest oder genießen wir einen Waldspaziergang, der auch unser Immunsystem stärkt.

Welches Rezept leben Sie?

Entwickeln wir mit veränderten Strategien und Visionen unser persönliches Rezept, wie wir unsere Widerstandskraft eigenverantwortlich erhöhen können – machen wir mehr von den Dingen, die uns stärken und seien wir im WIR einzigartig!

Ich sammle gerne Ihre Rezepte unter post@monika-langs.at oder 0664/309 31 162

Energie Zukunft – EAG – Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz

Ziel im Jahr 2030: 100% Strom aus erneuerbaren Ressourcen

Fotovoltaikanlagen auf allen Dächern und vor jedem Ort steht ein Windrad – wird so unser Alltag im Jahr 2030 aussehen, damit sich das mit den 100% ausgeht.

Experten sagen, dass es technisch schaffbar ist. Der Knackpunkt sind wir Menschen. Wir müssen das technisch Machbare auch tatsächlich umsetzen und parallel dazu an der Akzeptanz und dem Verständnis dafür arbeiten.

Wie immer bei diesen entscheidenden Dingen, wird es aber nicht ohne begleitende gesetzliche Rahmenbedingungen funktionieren. Aktuell (mit Status Anfang Jänner 2021) gibt es einen Gesetzesentwurf, und hier wird es trotz Sorgfalt und Umsicht notwendig sein, das Tempo für die Beschlussfassung zu erhöhen um dieses ambitionierte Ziel erreichen zu können. In der Schweiz, Deutschland und auch in Schweden gibt es diese gesetzlichen Regelungen schon. Weiterführendes dazu auch hier!

Natürlich werden wir dafür auch Geld in die Hand nehmen müssen, damit wir klug investieren und auch Sinnvolles umsetzen können. Überlegen Sie, was diese Klimaveränderung mit uns und der Welt, in der wir leben, macht und noch machen wird. Bedenken Sie auch dabei, wieviel Geld wir in die Hand nehmen müssen um den durch die verschärfte Klimasituation verursachten Schaden von uns abzuwenden, wie hoch die Anpassungskosten sein werden und was passiert, wenn wir die Dinge einfach so weiterlaufen lassen.

Die Welt und auch wir ÖstereicherInnen haben in Paris nationale Verträge unterschrieben. Dazu müssen natürlich politische Maßnahmen gesetzt werden, aber wir alle stehen in der Pflicht unseren Beitrag dazu zu leisten.

Monika Langs
Vizebürgermeisterin der Stadt Weiz
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